Unser Piratenschiff reist über die sieben Weltmeere und ist auf Beutejagd. Kaum wurde ein Schiff vom Ausguck entdeckt, positioniert sich die Crew angriffsbereit auf die Planke. Hast du deine Crew im richtigen Moment bereit für den Angriff?

Cover: Skull Queen / Foto: Schmidt Spiele

Skull Queen ist ein Familienspiel von Stefan Dorra und bei Schmidt Spiele erschienen. Es ist für 2 bis 6 Spielende geeignet und kann ab 8 Jahren gespielt werden

Bei Skull Queen handelt es sich um ein Stichspiel. Wie beim großen Bruder – Skull King, geht es darum, die Stiche vorrauszusagen. Aber das passiert hier anders und noch einiges mehr. Bei Skull Queen treffen wir unsere Vorhersage mit unserer Planke, worauf wir 4 verschieden farbige Piraten-Meeple platzieren. Dabei wollen wir am Ende einer Runde, wenn alle Karten ausgespielt wurden, unsere Piraten auf der Planke noch stehen haben und dann noch auf der höchsten Zahl (1-8). Für jeden Piraten bekommen wir dann die entsprechenden Punkte. Nach der letzten Runde – Anzahl der Spieler: innen = Rundenanzahl, gewinnt der Pirat, der die meisten Punkte ergattern konnte.

Reichlich Karten, Piraten-Meeple und Planken

Die Piraten-Meeple in vier Farben (Rot, Gelb, Grün und Blau) repräsentieren auch die Kartenfarbe mit dem Wert 1 – 12. Sobald man einen Stich im gewohnter Stichmanier, höchste gespielte Karte im Stich, gewinnt, rückt der Pirat auf der Planke ein Schritt nach oben. Es herrscht Bedienpflicht, heißt, die zuerst angespielte Kartenfarbe, musst du, sofern du die Karte auf der Hand hast, ausspielen.  Die Person, die im Stich die niedrigste Karte gespielt hat, muss von seiner Seite aus den Piraten einen Schritt zurücksetzen. Vorsicht aber, wenn dein Pirat über die Planke bewegt wird – an beiden Seiten -, scheidet der aus und du bekommst für die ausgeschiedenen Piraten keine Punkte in dieser Runde.

Gelbe 12 gewinnt den Stich. Die Einzelkarte, Rote 4, bliebt in der Tischmitte für die nächsten Stiche liegen

Einzelkarten im Stich, – einer Kartenfarbe, bleiben in der Tischmitte als neutrale Karten und beeinflussen die nächsten Stiche.

Die Auswertung des Stichs ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn es werden nur die Piraten bewegt von der höchsten oder niedrigsten Karte einer Kartenfarbe, die auch mehr als einmal im Stich vertreten ist. Es kann also auch vorkommen, auch durch die neutralen Karten in der Tischmitte, dass zwei Kartenfarben gewertet werden. Diese Karten werden nach der Auswertung abgelegt. Hier gilt es taktisch zu durchblicken, welche Karten noch im Spiel sind und wie sinnvoll kann ich die neutralen Karten in der Tischmitte, für mich einsetzen, um dann am Ende, mit den Piraten möglichst nah an den 8er Feld zu gelangen. 

Die nächsten Stiche am besten verlieren, damit die Piraten nach unten wandern

Ist deine Kartenhand am Anfang nicht so stark? Da gibt es dann eine weitere Komponente im Spiel, denn zu Beginn jeder Runde, dürfen alle entscheiden wie die Planke gelegt wird. Die maximale Punktzahl von 8 kann sowohl ganz oben als auch ganz unten auf der Planke stehen. Das fügt eine zusätzliche strategische Komponente ins Spiel und ermöglicht verschiedene Taktiken.

Blau UND Rot wird im Stich gewertet. Die Blaue 8, lässt den Piraten auf der Planke sogar 2 Schritte machen

Durch die Sonderkarten, – 2 in jeder Farbe und 2 schwarze Joker Karten, kommt eine Unvorhersehbarkeit in das Spiel. Die Piratin (Wert 8) lässt den Gewinner des Stichs, den Piraten auf der Planke um 2 Felder vorrücken, wobei der Koch (Wert 5) den Pirat um 2 Felder zurückgehen lässt. So können auch Piraten schnell ins Wasser befördert werden. Die schwarzen Joker Karten nehmen die angespielte Farbe an. Wer die Karte ausspielt verliert -mit dem Äffchen (Wert 0) oder gewinnt -mit dem Ersten Maat (Wert 13) den Stich auf jedem Fall.

Das Äffchen und der Erste Maat, kann die Wendung im Spiel bringen

Skull Queen hat mir gut gefallen. In allen Runden die ich es bislang spielen konnte, hat es überzeugt. Die Redaktion hat sich bei dem Thema stark an dem populären Spiel Skull King orientiert, was sofort das Interesse weckt. Die Möglichkeit, dass es in einem Stich mehrere Gewinner gibt, war zunächst etwas ungewohnt. Die Karten überzeugen durch Qualität und angenehmer Haptik. Das Erstlingswerk der jungen Illustratorin Cinthya Alvarez, hat die Karten und das Cover wunderschön gestaltet. Auch für Personen die eine Rot-Grün-Schwäche haben, lassen sich die Karten gut unterscheiden. Problem könnte es bei den Piraten-Meeple geben. Zu zweit gibt es eine Sonderregel, da es sonst nicht funktionieren würde. Ein Dummy-Spieler, dargestellt durch ein verdecktes Deck, legt in jedem Stich die erste Karte aus. Ich finde es gut, dass es diese Variante gibt, würde das Spiel jedoch eher ab drei Personen empfehlen.

Eine Rezension von Dimitrios Barbas

Bewertung / Test
+ Die Planke mit den Piraten-Meeple ist ansprechend und hervorragend zur Punkte Ermittlung geeignet
+ Ein interaktives Stichspiel, bei dem man versucht, die Piraten der Mitspieler über die Planke zu befördern. „Mann über Board!“
+ Schön gelöst mit dem Drehen der Planke, da nun auch eine schlechte Kartenhand was gutes bewirken kann
+ Jede Auswertung des Stichs ist spannend, da mehrere Farben gewertet werden können

⭐️ 5 / 6

Verlag: Schmidt Spiele
Autor: Stefan Dorra
Illustration: Cinthya Alvarez – AdvocArt 
Erscheinungsjahr: 2024
Spieleranzahl: 2-6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Dauer:  30 Minuten

Die Spielregeln

Vielen Dank an Schmidt Spiele für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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